Comets unterliegen Panthern

Erstellt am 25.08.2026 von Cometsmedia

Nach fast vierzig Jahren trafen die Düsseldorf Panther am vergangenen Samstag erstmals wieder auf die Allgäu Comets. Das Ergebnis des damaligen Viertelfinalspiels um die deutsche Meisterschaft 1988 ähnelte mit 6:52 dem Ergebnis der diesmaligen Begegnung, wo die Comets mit 0:54 eine deutliche Niederlage hinnehmen mussten.

Die Voraussetzungen waren wie schon den Großteil der Saison über denkbar schlecht. Neben einem auf das knappe Minimum reduzierten Kader kam auch noch eine Gehirnerschütterung des Comets-Spielmachers Brad Jones hinzu, die er im Spiel gegen die Saarland Hurricanes erlitten hatte. Für ihn sprang WR Gabe Quigley ein, der zu seiner Highschool-Zeit in den USA auch schon als Quarterback eingesetzt worden war. Dank eines starken Wurfarms konnte Quigley auch einige sehenswerte lange Pässe auf die Allgäuer Receiver landen, aber da er selbst die Anspielstation Nr. 1 der Comets Offense ist, blieben die Möglichkeiten des Angriffsspiels natürlich eingeschränkt. Dies versuchte der großgewachsene Amerikaner aus Indiana durch einige “Quarterback-Keeper” zu kompensieren, bei denen er selber als Ballträger versuchte, mit teils akrobatischen Einlagen durch die Düsseldorfer Defense zu kommen – eine Angriffsvariante, die dieses Jahr nicht unbedingt zum Repertoire der Comets gehörte.

Leider reichten die beschränkten Möglichkeiten der Gastgeber dann aber nicht dazu, Punkte auf das Board zu bekommen, wozu zwei Ballverluste in aussichtsreicher Feldposition beitrugen. Auf der Defense-Seite gelang es den Allgäuern nicht, die beständig und routiniert ihr Spielkonzept herunterspielenden Rheinländer zu stoppen. Der von größeren Verletzungen dieses Jahr weitgehend verschonte DB Silas Arnold – ein ehemaliger Jugendspieler der erfolgreichen U19-Jugend – konnte einige gegnerische Pässe in sehenswerter Weise abwehren, aber durch geringen Zugriff auf den Panther-QB Dawson Herl hatte dieser ausreichend Zeit, seine freien Passempfänger im Backfield zu finden. Noch erfolgreicher war das Rungame der Gäste, die die Lücken in der Comets-Verteidigung zielsicher erkannten und ausnutzten. So standen sechs Touchdowns, ein Fieldgoal und ein Safety auf Seiten der Düsseldorfer zu Buche, während die Gastgeber punktelos das Feld verließen.

Zur letzten Partie in der regulären Saison erwarten die Comets nun die Saarland Hurricanes, die sich gegen die Pforzheim Wilddogs eine rekordverdächtige “Klatsche” mit 6:86 einfangen mussten. Ob die reduzierte Rumpfmannschaft der Allgäuer mit dem Heimvorteil gegen die Saarländer diesmal etwas mehr als im Hinspiel ausrichten kann, wird vor allem von der Zahl der Ballverluste, den sogenannten “Turnovers” abhängen, diese gilt es bestmöglichst zu reduzieren. Die Hurricanes haben aktuell 25 Punkte Vorsprung im direkten Vergleich – mit einem Sieg mit einer höheren Punktedifferenz hätten die Comets also sogar noch theoretische Chancen, ihren derzeitigen Relegationsplatz zu verlassen und den Gang in die “Playdowns” zu vermeiden.
Kickoff der Begegnung ist wie immer am Samstag um 16:00 im Illerstadion.

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